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Offene Antwort zu “Satire – ganz real”

20091121-Leserbrief ach debit block BT-Elisabeth Waltenspül

Mit diesem Leserbrief im Bieler Tagblatt vom 21.11.2009 vermischt unsere geschätzte Frau Waltenspül die Porter Wahlen mit der Minarett-Initiative. Mir fehlt der Zusammenhang, auch wenn für beide Anliegen mit harten Pro- und Kontra-Argumenten gefochten wird.

Ich bin mir ja inzwischen einiges gewohnt, was die persönlichen Angriffe angeht. Port scheint wirklich von einem hartnäckigen Virus befallen zu sein. Es gibt keine vergleichbare Gemeinde in unserer Gegend, wo ähnlich hart ausgeteilt wird, hart an der Grenze zur Fairness. Und die Brandstifter sollen stets die FDP sein?

In meiner vergangenen kurzen politischen Karriere scheute ich nie das direkte Wort.

Das ist korrekt, entspricht aber meinem Naturell. Klarheit sorgt schliesslich für ein gutes gegenseitiges Verständnis, ohne versteckte Agenda. Wir vertraten in der Öffentlichkeit immer die Position, dass Ulrich Trippel auf der Fachebene einen sehr guten Job macht. Unbestritten sind seine Sachkompetenz, seine Macherqualitäten und sein Engagement. Für uns war es hingegen eine Frage des Stils, wie er in eine Organisation eingriff. Weshalb wohl war eine Mediation notwendig? Und wie kommt es, dass anfänglich vier Gemeinderäte in dieser Legislatur den Rücktritt erklärten?

Hat sich die Leserbrief-Schreiberin je einmal die Mühe gemacht, die FDP Port näher kennen zu lernen? Hat sie sich persönlich mit den Protagonisten auseinandergesetzt? Hat sie versucht, ihre Position zu verstehen, was noch lange nicht akzeptieren heisst? Kennt sie den Leistungsausweis der Angeschuldigten, sei es nun in der Politik, als Gewählte in einer amtlichen Funktion oder im Berufsleben? Kann sie sich vorstellen, dass wir lautere Absichten haben, dass wir an unsere Überzeugung glauben, dass wir willens und fähig sind, Verantwortung zu übernehmen, und dass wir alle nur das Beste für Port wollen?

Übrigens, steht U. Trippel eigentlich zur Wahl…

Man möge von Floskeln sprechen, für uns haben sie aber eine starke innere Bedeutung, die einem erst gewahr wird, wenn wir unsere Position auch richtig zum Ausdruck bringen können. Dies wurde aber meist unterbunden. Kommunikation und Transparenz sind beispielsweise sehr wichtige Anliegen für die FDP Port, welchen wir in unserer Gemeinde zu wenig gerecht werden. Wie lautet doch ein russisches Paradox (zitiert aus der heutigen Sonntagszeitung): „Wer informiert ist, schweigt, und wer redet, weiss nichts.“

Am nächsten Sonntag, 29. November, wissen wir alle, woran wir sind. Wie auch immer das Ergebnis ausfällt, es war für alle Betroffenen eine äusserst anregende Zeit. Des Volkes Gunst wird ihr Urteil schon richtig fällen.

Marc Schönholzer
Gemeinderatskandidat

  1. 23. November 2009, 03:33 | #1

    Auch wenn die Frau Waltenspühl da zwei Dinge vermischt, kann ich ihren Vorwurf bezüglich Floskeln doch sehr gut verstehen.

    So hat Marc Schönholzer beispielsweise in seinem Beitrag vom 12. November zwar einige gute Fragen aufgeworfen. Nur – als Wähler wünschte ich mir auch die Antworten dazu.

    Eine Frage wie «Wie fördern wir im Allgemeinen die Wirtschafts- und Gewerbepolitik? Welche Geschäfte wollen wir noch?» weckt bei mir eher den Eindruck, dass man selber keine Idee hat, wie man das anstellen soll. Wer wählt schon ratlos wirkende Kandidaten?

    Verstehen Sie das bitte als konstruktive Kritik eines ohnehin nicht in Port Wahlberechtigten.

    P.S. Setzen Sie doch bitte noch einen Link von hier zu Ihrer Website ;-)

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